Lebenslauf für Bewerbung

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adminmarfan
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Lebenslauf für Bewerbung

Beitrag von adminmarfan » 30 Sep 2014 05:58

Hallo,

nachdem ich 2010 bis 2011 arbeitsunfähig wegen Krankschreibung durch OP des Aortenbogens und der Aortenklappe war. Danach wieder 1 1/2 Jahre Arbeitslos, aber nicht Krankgeschrieben, und Anfang 2013 bis Ende 2013 nochmals wegen OP der BSA, wollte ich mal Fragen was ich in einen Lebenslauf für eine Bewerbung reinschreiben soll.

Sollte ich dieses verschweigen und Arbeit suchend reinschreiben, oder doch ehrlich und direkt sein?

Allerdings weiß ich, dass kein oder kaum ein Arbeitgeber mich nach 2maligen längeren Krankschreibungen einladen würde. Von daher weiß ich nicht wie ich es am besten formuliere, das wenigstens zu einen Vorstellungsgespräch kommen wird, wo man ja im persönlichen Gespräch das auch alles erwähnen kann.



Danke für eure Ratschläge

adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 30 Sep 2014 05:58

[quote='Exilkind81','index.php?page=Thread&postID=4016#post4016']Hallo,
nachdem ich 2010 bis 2011 arbeitsunfähig wegen Krankschreibung durch OP des Aortenbogens und der Aortenklappe war. Danach wieder 1 1/2 Jahre Arbeitslos, aber nicht Krankgeschrieben, und Anfang 2013 bis Ende 2013 nochmals wegen OP der BSA, wollte ich mal Fragen was ich in einen Lebenslauf für eine Bewerbung reinschreiben soll.
Sollte ich dieses verschweigen und Arbeit suchend reinschreiben, oder doch ehrlich und direkt sein?
Allerdings weiß ich, dass kein oder kaum ein Arbeitgeber mich nach 2maligen längeren Krankschreibungen einladen würde. Von daher weiß ich nicht wie ich es am besten formuliere, das wenigstens zu einen Vorstellungsgespräch kommen wird, wo man ja im persönlichen Gespräch das auch alles erwähnen kann.

Danke für eure Ratschläge[/quote]Hallo,
ehrlich gesagt würde ich nichts von meiner Krankheit/OPs weder in den Lebenslauf noch im Bewerbungsgespräch sagen. Realistischerweise muss man (leider) sagen dass dadurch eine Einstellung höchst unwahrscheinlich wird. Die Arbeitswelt ist nun mal zu 99% so.
Wichtig ist auch folgendes: Von Gesetz wegen bist du nicht verpflichtet deine Krankheit anzugeben und darfst im Bewerbungsgespräch auch ohne juristische Folgen bei einer solchen Frage lügen.

Ein anderer Punkt ist, dass nach einer Probezeit das Verhältnis zu der Firma und dem Chef so gut sind, dass man die Krankheit offen ansprechen kann - aber bei einer Bewerbung würde ich das definitiv nicht tun.
Hast du evtl. einen annerkannten Behinderungsgrad?

Gruß,
Tristan

P.S.: Was ist eine OP an der BSA?

adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 30 Sep 2014 05:58

Hey Tristan,
naja, leider ist es so, dass man nicht zum Bewerbungsgespräch eingeladen wird, wenn man nicht Erwerbsfähig war.
Aber meine Chancen, denke ich mal, würden auch schlecht stehen, wenn ich die letzten 4 Jahre schreiben würde das ich arbeitslos (arbeitssuchend) war.
Grad der Behinderung liegt bei mir, bei 40%, habe allerdings noch keine Gleichstellung beantragt.
OP an der BSA bedeuted an der Bauchschlagader

adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 30 Sep 2014 05:58

Letztendlich ist es eine schwierige Frage auf die es keine einfache Antwort gibt.
Eine andere Möglichkeit wäre evtl. zu versuchen den Behinderungsgrad zu erhöhen, und sich dann gezielt auf Stellen die für behinderte Menschen ausgeschrieben sind zu bewerben.
Im öffentlichen Bereich oder auch bei Grosskonzernen werden machmal Stellen ausgeschrieben mit dem Hinweis, dass behinderte Menschen bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden.

Gruß,
Tristan

adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 30 Sep 2014 05:58

Hallo Exilkind,
in welchem Bereich bist du tätig?
Beim Grad der Behinderung von 40 müsste doch eigentlich beim Arbeitsamt eine andere Stelle für dich zuständig sein?! Hast du dich da schon informiert?
Ich bin immer für Ehrlichkeit. Wenn eine Krankheitsgeschichte bei einer Einstellung ein Problem sein sollte, würde dieser Chef auch bei einer erneuten Erkrankung blöd reagieren.

Schreib doch etwas in so einer Richtiung:

Nach einer langen Erkrankung möchte ich beruflich erneut durchstarten und würde mich freuen, wenn mir dazu die Möglichkeit gegeben wird. ...

Ein Bekannter von mir hatte starke Depressionen und ist damit völlig offen umgegangen und hat das auch in seiner Firma erzählt. Sein Chef meinte nur, er solle sich alle Zeit nehmen, die er braucht, denn er wäre selber schon mehrfach in einer Klinik deswegen gewesen.
Es gibt viele Menschen in Führungspositionen, die Herzprobleme oder Schlaganfälle hatten, so jemand würde dir sicherlich eine Chance geben. - Es gibt nicht nur schlechte Menschen! :)

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