Schwerbehindertenausweis, wann beantragen

Schwerbehindertenausweis - Vor- und Nachteile
adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 08 Mär 2010 06:06

Leider ist es von großem Unterschied, welches Amt den GdB ausstellt. So habe ich von meinem zuständigen Versorgungsamt in Augsburg mit "Hängen und Würgen" 60 v.H. bekommen, obwohl die ähnlichen Vorausetzungen wie bei Doris (Slotty) vorlagen.
Auch eine Klage (mit Hilfe des VDK) brachte nichts.

Grüße, ...

adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 08 Mär 2010 06:06

Hallo zusammen,

ich sehe das wie Robert, es kommt sehr darauf an welches Versorgungsamt beteiligt ist. Mich will man nach der 3. OP und Herzschrittmacher (AV-Block III Grades) mit 60% abspeisen.

Unverständlich, da ich diese schon vor dem Schrittmacher hatte und ohne diesen nicht mehr lebensfähig bin X(

Ich kämpfe weiter!!!

Liebe Grüße aus Berlin
Karen

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Beitrag von adminmarfan » 08 Mär 2010 06:06

Frage: Wie sieht die Marfan-Hilfe diese offensichtlichen Differenzen.
Vielleicht ist es möglich, im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit auf die
Versorgungsämter dahingehend einzuwirken, sodass einigermaßen
einheitliche Bewertungen des GdB stattfinden.
Wer weiß, wie weit sich die dort tätigen Ärzte und Sachbearbeiter
der Tragweite ihrer Entscheidungen bewusst sind?

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Beitrag von adminmarfan » 08 Mär 2010 06:06

Danke für die Antwort, sehe ich genauso!

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Beitrag von adminmarfan » 08 Mär 2010 06:06

Hallo Achim,

ich habe in meinem letzten Brief ans Versorgungsamt sehr genau geschildert was es für mich bedeutet Marfan zu haben und was es für Auswirkungen auf meine Psyche hat und dass ich meine Arbeitszeit reduziert habe.

Ich war bei der Anhörung nur sehr erstaunt, dass sie 20% für einen wegoperierten Gebärmutterhalskrebs vergeben haben obwohl der damalige Verschlimmerungsantrag auf die orthopädischen und kardiologischen Dinge abzielte.
Ich finde, dass dieses in keinem Verhältnis steht!!

Sie scheinen es hoffentlich begriffen zu haben, denn ich habe seither vorerst nichts mehr gehört. Sie überlegen vielleicht noch.

Ich bin auch nicht ganz unbedarft, da ich die Methoden der Ärzte und Gutachter von meiner Arbeit bei der Rentenversicherung kenne.

Liebe Grüße
Karen

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RE: Schwerbehindertenausweis, wann beantragen

Beitrag von adminmarfan » 08 Mär 2010 06:06

hallo da!

also ich kann jedem, der einen schwerbehinderten-ausweis beantragen möchte empfehlen, auch in einen sozialverband (SovD Sozialverband Deutschland, o. ä.) einzutreten, da auch ich die erfahrung gemacht habe, dass die versorgungsämter (bei mir früher niedersachsen, jetzt hamburg) unterschiedlich entscheiden und nach operationen teilweise auch argumentieren "jetzt müsste es ihnen ja viel besser gehen". dieses ist mir persönlich nach meiner dritten schweren aorten-op 2003 widerfahren. ich sollte von 75% heruntergestuft werden, woraufhin mir glücklicherweise der sozialdienst einer reha-einrichtung den tip gab, in den SoVD einzusteigen. ich besprach den fall mit einer anwältin des SoVD, welche für mich über 5 (!!) jahre prozessierte und sogar noch eine steigerung meines gdB, sowie den buchstaben RF (befreiung für die rundfunkgebührenpflicht) erwirkte.
wichtig ist, wie ja auch schon weiter unten erwähnt wurde: absolut jede beeinträchtigung, die man empfindet, im antrag zu benennen. ganz gleich, ob es nun körperliche oder seelische belastungen sind (besonders letztere sollte man nicht aus falscher scham verschweigen, da wir ja nunmal an einer lebensbedrohlichen erkrankung leiden und die operativen eingriffe, die viele von uns über sich ergehen lassen müssen, sind durchaus traumatisch!

steht für eure rechte ein!

viele grüße,

andré

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Beitrag von adminmarfan » 08 Mär 2010 06:06

Seit 1.9. überall im gesamten Nahverkehr, also weiter als bisher im Umkreis von 50 km, kann man jetzt rumdüsen.

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Beitrag von adminmarfan » 08 Mär 2010 06:06

Nach 2 Jahren wollen die (Vers.) meine 90 Prozent überprüfen.

Hat jemand seine Prozente wieder aberkannt bekommen?
Kann das passieren?
Welchen Kriterien?
Möchte ja meine "Freifahrten" nur ungern wieder hergeben.

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Schwerbehindertenausweis, wann beantragen

Beitrag von adminmarfan » 08 Mär 2010 06:06

Hallo zusammen,
bin Vater eines Marfan-Patienten.
Habe ein paar Duzend Beiträge zu " Schwerbehindertenausweis, wann beantragen" durchgelesen und finde diese sehr informativ. Es kommen doch eine Fülle von Ideen und Meinungen zusammen.
Viele sind der Meinung, dass die Begutachtungen bei ähnlichen Krankheitsbildern sehr unterschiedlich ausfällt. Stichwort "Differenzen in der Entscheidung".

Jede zusätzliche Erfahrungsbericht ist hier sinnvoll und für alle nützlich.
Die MarfanHilfe tut hier viel.

Meine Frage ist: Hat jemand auch negative Erfahrungen mit der anerkannten Schwerbehinderung? Kann diese auch Nachteile haben? Dass sie oft sinnvoll und nützlich ist, ist keine Frage.

WolfgangS

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