Regelkindergarten oder integrativ?

Kinder bis 6 Jahren
Antworten
adminmarfan
Site Admin
Beiträge: 4067
Registriert: 26 Mär 2017 19:07

Regelkindergarten oder integrativ?

Beitrag von adminmarfan » 20 Mär 2009 08:38

Hallo zusammen!

Bei uns hat sich die Situation ergeben, daß wir einen ganz ganz tollen integrativen Kindergarten in der Nähe haben, der sehr beliebt ist. Es ist fraglich, ob wir einen Platz bekommen, aber ich hatte letztens ein Gespräch mit der Krankengmnastin des Kindergartens, die sich sehr mit dem Marfan- Syndrom auseinandersetzt und sie meinte, daß wir eine größere Chance hätten, wenn wir einen Förderplatz kriegen könnten. Dafür müssen wir mit unserer Tochter zum Frühförderzentrum, Hilfeplan erstellen lassen etc. Unsere Tochter entwickelt sich gut, sie hat eine Aortenwurzelerweiterung, trägt inzwischen auch Einlagen in den Schuhen und muß noch wegen der Augen kontrolliert werden. Sie Krankengymnastin meinte, daß man einen Förderplatz damit begründen kann, daß man so das Kind mehr im Bewußtsein hat, die Erzieher um die Probleme (Überforderung zB) wissen und das Kind auch in einer kleineren Gruppe (15 Kinder) sein kann. Sie sagte auch, daß dieser Integrationsstatus keinerlei Auswirkungen auf die spätere Beurteilung zur Schule etc hat!

Es wäre schön, wenn noch andere von ihren Erfahrungen berichten könnten!!

LG Caroline

adminmarfan
Site Admin
Beiträge: 4067
Registriert: 26 Mär 2017 19:07

RE: Regelkindergarten oder integrativ?

Beitrag von adminmarfan » 20 Mär 2009 08:38

Hallo Caroline,
unsere Tochter( wird demnächst 5) ist in einem RegelKiGa. Wir sind damit sehr zufrieden. ( ist halt auch ein toller KiGa)Als wir erfuhren das sie auch Marfan hat, haben wir den Erzieherinnen die wichtigen Infos gegeben. Sie fragen auch zum Teil nach wenn es zb um Sport geht. Ich sag immer sie soll ruhig machen was sie sich zutraut. Sie merkt selber wenn sie es nicht kann, oder zu müde wird etc. Wichtig war mir das man darauf achtet das sie kein KInd hochhebt. Aber das bissel Sport was da gemacht wird schadet ihr sicherlich nicht. Es ist ja nichts auf Leistung, sondern geht einfach um die Bewegung.
Unsere trägt auch Einlagen und hat bisher nur den Mitralklappenprolaps und zum Glück nur eine ganz geringe Skoliose. Sie ist geistig halt sehr fit, wächst bilingual auf...sie kommt sehr gut zurecht. Ich möchte das sie trotz der körperlichen Dinge die schon da sind und evtl. noch dazukommen, ein "normales" Leben hat. Ich versuche sie nicht über zu behüten. Für einen integrativen Kindergarten ist sie mir nicht eingeschränkt genug, sowohl körperlich und geistig ja schon gar nicht.
lg, Malati

adminmarfan
Site Admin
Beiträge: 4067
Registriert: 26 Mär 2017 19:07

Beitrag von adminmarfan » 20 Mär 2009 08:38

Ich hätte für meine Kind auch nie was anderes als eine Regelschule - Kindergarten in Erwägung gezogen. Ich bin auch der Meinung, dass sie normal aufwachsen soll. Sie kennt ihre Grenzen, die Lehrer wissen Bescheid. Sonst macht sie alles, was ihre Freundinnen auch machen! Sie will eben dazugehören und das geht nicht mehr - vom Gefühl her - wenn sie "integriert" wird.
lg

adminmarfan
Site Admin
Beiträge: 4067
Registriert: 26 Mär 2017 19:07

Beitrag von adminmarfan » 20 Mär 2009 08:38

Hallo, ihr beiden!
Da hab ich mich wohl etwas schlecht ausgedrückt! Ich will auch auf keinen Fall, daß meine Tochter einen Sonderstatus etc hat, nur wir bekommen sehr wahrscheinlich keinen Regelplatz in diesem Kiga und deswegen ist das Gespräch auf den Förderplatz gekommen, wo wir mehr chancen hätten. Das soll keineswegs bedeuten, daß sie dann als "Integrationskind" abgestempelt wäre und ich glaube, daß das im integrativen Kiga sowieso nicht so Thema ist. Meine Frage sollte eigentlich nur sein, ob jemand negativ Erfahrungen mit dem Förderplatz gemacht hat, als es dann um Schule oder sonstiges ging! Sorry, aber danke für eure Antworten!
Lg

Antworten