Skoliose OP

Skoliose, Trichterbrust, Skelett, Füße
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adminmarfan
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Skoliose OP

Beitrag von adminmarfan » 06 Mär 2011 13:09

Hallo

Meine Tochter (14) soll operiert werden. Sie hat Skoliose. Sie ist am Halswirbel auch krumm, so das die Ärzte gesagt haben das sie fast die gesamte Wirbelsäule verschrauben und z.T auch versteifen und Stangen einsetzen wollen. Mir hat aber noch keiner gesagt wie es ihr nach der OP so gehen wird und wie ist das mit Reha? Und wenn sie Schrauben drin hat dann kann sie ja auch kein MRT mehr machen um den Durchmesser der Aorta zu ermitteln. Ich habe irgendwie noch so viele Fragen. Vielleicht hat jemand von Euch schon Erfahrung mit so einer OP.

Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

LG Viola

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RE: Skoliose OP

Beitrag von adminmarfan » 06 Mär 2011 13:09

Hallo Viola,
ich kann mir nicht vorstellen, dass bei Deiner Tochter ferromagnetisches Material verwendet wird. Ferner werden vmtl. Materialien aus Titan verwendet, welches MRT-tauglich ist. Habe selbst Titan in mir. Damit hatte ich für ein MRT nie Probleme.
Deine anderen Fragen kann ich leider nicht beantworten.
Schöne Grüße ...

adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 06 Mär 2011 13:09

Hallo Viola,

warst du mit deiner Tochter in Neustadt zur Untersuchung? Wir hatten ja schon einmal darüber geschrieben und du hast gesagt ihr habt dort einen Termin.

Ich habe dir einen austausch angeboten da meine Tochter wie du weißt auch in Neustadt gewesen ist und versteift wurde. Auch bei ihr gibt es die Marfandiagnose und ich kann deine Sorgen und Ängste gut nachvollziehen.

Kann nur noch mal anbieten das du mir eine PN schreibst oder wir uns hier im Forum austauschen wenn du Bedarf an Informationen hast.

adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 06 Mär 2011 13:09

Ich bin sehr erschrocken über die Tatsache, dass immer mehr Menschen ihre Wirbelsäule wegen der Skoliose versteifen lassen.
Nach neuesten Erkenntnissen muss dies absolut nicht sein bzw. ist nicht nötig.
Es gibt spezielle Kliniken, die Skoliose-Behandlungen anbieten.
Dazu ist eine stationäre Aufnahme nötiig. Die genaue Behandlung kenne ich nicht.
Aber es geht auch ohne OP !

Bei mir wurde die Skoliose vor 35 Jahren festgestellt und ich lebe noch ohne OP.

Mein Sohn (Marfan-Syndrom wurde heute untersucht) hat auch Skoliose. Von einer Versteifung war nie die Rede. Im Gegenteil, die Ärzte haben spezielle Krankengymnastik verschrieben.

Eine Versteifung der Wirbelsäule halte ich nicht nur für einen völlig falschen Behandlungsfehler, sondern auch für eine reine "Geschäftemacherei" der Ärzte .............................................

Die Schmerzen, die mit einer solchen OP verbunden sind, würde ich nie und nimmer meinem Kind antun !!!
Das habe ich vor Jahren bei einer Arbeitskollegin gesehen, wie sehr ihre Tochter darunter gelitten hat.

adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 06 Mär 2011 13:09

Eine Skoliose kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein!

Bis zu einem bestimmten Grad, Krankengymnastik der Skolioseentwicklung entgegenwirken.
Ab einem bestimmten Grad geht dieses halt nur durch eine Korsettbehandlung oder einer Op.
Die Op ist der letzte Schritt.
Im Op-Bereich gibt es immer wieder neue Op-Techniken.
Statt einer Wirbelversteifung können auch Veptr-Stäbe gesetzt werden.
Bevor es aber zu einer Op kommt, sollte man sich schon genau informieren und ggf. eine zweite (oder auch dritte) Meinung holen.

Ich habe selber auch Skoliose und hatte als Kind ständig Krankengymnastik und als Jugendliche mußte ich ein Korsett tragen. Von einer Op war bei mir bisher noch nie die Rede, obwohl ich stänig Rückenbeschwerden habe.

adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 06 Mär 2011 13:09

Tja, mit Skoliose kenne ich mich ja nun aus, bin ja lange dabei.

Und....was sagt mir heute der Leiter der Kinderkardiologie, Prof. Dr. Mühler, ... ?

Die Skoliose bei meinem Sohn wäre ja "normal", wenn er einen Beckenschiefstand hat, weil das eine Bein kürzer ist, als das andere.

Ich war schon bei sehr vielen Orthopäden in Behandlung.

Die Theorien der Ärzte sind:

1. KEIN Mensch hat beide Beine gleich lang
2. Die Skoliose hat nix mit der Beinlänge zu tun
3. Den Beckenschiefstand hast du wegen der verschieden langen Beinen
4. Die Skoliose ist angeboren

Letztendlich die Theorie:
Sollche "Deformierungen" - wie z. B. Skoliose - werden durch den Geburtsvorgang hervorgerufen.

Jetzt soll mir mal einer sagen, was hier richtig ist (?)

Ich weiß nur eins: Ich habe auch ohne Ende Schmerzen.
Aber meine Arbeitskollegin hat ihre Tochter diese fürchterliche Tortur durchleben lassen, OHNE dass sie Schmerzen hatte.
Soll ich den einen Schmerz ersetzen durch weitere viel schlimmere Schmerzen, um anschließend eine Schwerbehinderung zu bekommen ?

In meinen Augen ist das ein "Kaputt-Operieren" !

adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 06 Mär 2011 13:09

Ich wäre bei einer solchen Op immer sehr vorsichtig.
Egal ob Rücken, Knie, Fuß oder Hüfte, solche Operationen würde ich mir sehr gut überlegen und erst zulassen wenn ich es vor Schmerzen nicht mehr ertragen könnte oder wenn mir 5 Ärzte sagen, dass diese Operation wirklich notwendig ist.
Ich sollte als Kind mal an den Füßen operiert werden und meine Mutter wollte diese Entscheidung nicht für mich übernehmen. Sie war damals der Ansicht, ich solle eine solche Entscheidung selbst übernehmen, wenn ich das Alter dazu habe, weil sie damals eine Freundin hatte, die durch eine Operation auf den Rollstuhl angewiesen war. - Und ich bin bis heute noch nicht an den Füßen operiert worden!

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