Dissektion

Herz / Kreislauf
adminmarfan
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Dissektion

Beitrag von adminmarfan » 17 Aug 2015 00:40

Hallo ihr lieben,

Ich kann mal wieder nicht schlafen und mache mich verrückt. Seit ein paar Tagen höre ich auf meinem rechten Ohr ständig meinen Pulsschlag... Wenn ich beschäftigt bin, fällt es mir kaum auf, wenn ich jedoch Ruhe habe ist das Geräusch ständig da. Dieser Pulssynchroner Tinnitus geht ganz schön an meine Nerven... Vor einem Jahr ca hatte ich die selben Probleme, die Geräusche sind dann aber von heute auf morgen verschwunden. Beim Arzt war ich auch, es konnte allerdings nichts festgestellt werden. (MRT wurde allerdings nicht gemacht) Da dieser Tinnitus wieder permanent da ist und mich tierisch nervt, habe ich einfach mal gegoogelt, was ich wohl lieber hätte bleiben lassen sollen... Ich stieß dabei auf folgendes:

Arterielle Ursachen eines Pulssynchronen Tinnitus:


Auch zu den Stenosen zu rechnen, aber meistens nicht durch Arteriosklerose bedingt, sind Gefäßdissektionen, die auch gelegentlich einen puls- synchronen Tinnitus hervorrufen. Dieser tritt dann meist plötzlich auf und weist dann auf die zugrunde liegende Traumaursache, meist eine Dissektion, hin. Eine fibromuskuläre Dysplasie, das Ehlers-Danlos-Syn- drom und das Marfan-Syndrom prädestinieren wegen Gefäßwandschwäche zur Gefäßdissektion.


Jetzt mache ich mich natürlich total verrückt und weiß nicht was ich machen soll.. Kann eine Dissektion denn ohne weitere Symptome verlaufen? Ich leide wirklich nur an diesem Pulssynchronen Tinnitus. Ich denke ich werde so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Hat vielleicht irgendjemand Erfahrungen damit oder hat jemand Ähnliches erlebt?



Liebe Grüße
Nicole



adminmarfan
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ab zum Arzt

Beitrag von adminmarfan » 17 Aug 2015 00:40

Deine Angst kann dir nur ein fachkundiger Medizinmann nehmen. Ferndiagnosen im Forum sind sch... . Ein ganz persönlicher Tipp noch: Internetrecherchen bei einem Leiden gehen immer nach hinten los. Du findest im Netz meist genau die Horrormeldungen, die du eigentlich nicht willst. So ging es mir jedenfalls.

Also: Ab zum Arzt und das wird schon ;)

adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 17 Aug 2015 00:40

Wie lange "hält" man durch mit einer Dissektion (absteigend) ? Gibt's hierzu Erfahrungswerte?

Denn diese (völkischen Mistbeobachterratten) scharren schon.

adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 17 Aug 2015 00:40

[quote='Weitsichtig','index.php?page=Thread&postID=4174#post4174']Wie lange "hält" man durch mit einer Dissektion (absteigend) ? Gibt's hierzu Erfahrungswerte?

Denn diese (völkischen Mistbeobachterratten) scharren schon.[/quote]Was meinst du mit "Wie lange hält man durch"?
Deinen letzten Satz verstehe ich überhaupt nicht ("Denn diese (völkischen Mistbeobachterratten) scharren schon.")
  • "

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Beitrag von adminmarfan » 17 Aug 2015 00:40

Unbehandelt bzw unoperiert, wie lange kann das gut gehen?

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Beitrag von adminmarfan » 17 Aug 2015 00:40

[quote='Weitsichtig','index.php?page=Thread&postID=4176#post4176']Unbehandelt bzw unoperiert, wie lange kann das gut gehen?[/quote]
Lässt du dich regelmäßig kontrollieren (mindestens jährlich ein MRT)? Wie weit ist deine Aorta an der weitesten Stelle und wie ist dein Blutdruck eingestellt? Davon hängt maßgeblich ab, wann eine Operation empfehlenswert ist?


adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 17 Aug 2015 00:40

[quote='Weitsichtig','index.php?page=Thread&postID=4174#post4174']Wie lange "hält" man durch mit einer Dissektion (absteigend) ? Gibt's hierzu Erfahrungswerte?[/quote]Grundsätzlich ist das so, wenn eine Dissektion in der aufsteigenden Aorta ist, wird diese in der Regel sofort operiert (Notoperation). Wenn die absteigende Aorta betroffen ist, wird das erst beobachtet und medikamentös behandelt.
Empfehlenswert wäre es in beiden Fällen sofort einen Spezialisten (Marfan-Sprechstunde) aufzusuchen und den medizinischen Befund abklären zu lassen. Ebenso sollten auch andere Probleme mit einem Spezialisten besprochen werden.
Google kann bei Eigendiagnosen immer sehr stark verunsichern, aber es kann dabei helfen, seine Problemchen dem Arzt besser zu schildern.

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Beitrag von adminmarfan » 17 Aug 2015 00:40

Mein Gott es ist Jahre her, dass hier entweder Leute ihre
Erfahrungen wiedergaben oder Vorstände der Marfan Hilfe selber schrieben, nun
lesen wir das:

„Grundsätzlich ist das so, wenn eine Dissektion in der
aufsteigenden Aorta ist, wird diese in der Regel sofort operiert
(Notoperation).“

Grundsätzlich ist es so, das unterschieden werden muß ob ein
plötzliches heftiges Schmerzerlebnis
gegeben ist -> ab ins Krankenhaus, Diagnostik und dann auf den Tisch. Das
ist zumeist dann der Fall wenn die Grunderkrankung unentdeckt ist oder die
Kontrolltermine nicht wahrgenommen wurden oder Dilettant die Diagnose gemacht
hat. Bei vernünftiger Kontrolle kann der Eingriff, wenn er dann notwendig ist,
sauber eingeplant werden. Dies als Information für die Mitleser die bei der
obigen Ausführung schlaflose Nächte bekommen.

„Wenn die absteigende Aorta betroffen ist, wird das erst
beobachtet und medikamentös behandelt.“

Bei der absteigenden schleicht sie sich zumeist so langsam
heran und man kann es schön verdrängen und hinausschieben. Ist ja auch gut,
wenn man richtig kontrolliert und bei entsprechender Entwicklung den richtigen
Weg einschlägt. Es hängt eben auch davon ab wie sich das konkret darstellt:
also über welche Strecken ggf. eine Ablösung erfolgt ist, wie sich
wahre/falsche Lumen präsentieren … Man sollte sich bei der absteigenden eben
über die ganzen OP-Risiken im Klaren sein. Übrigens gibt es doch glatt wieder
Kliniken die mit Stents an die Sache rangehen. Führte dies in Rostock vor
beinahe 20 Jahren zum Fiasko, weiß ich nicht wer so mutig ist das nochmals zu
wagen?

„Empfehlenswert wäre es in beiden Fällen sofort einen Spezialisten
(Marfan-Sprechstunde) aufzusuchen und den medizinischen Befund abklären zu
lassen.“

Wo denn sonst?

„Google kann bei Eigendiagnosen immer sehr stark
verunsichern, aber es kann dabei helfen, seine Problemchen dem Arzt besser zu
schildern.“

Schwammige Antworten, wie ich sie in den letzten 20 Minuten hier
gelesen habe können auch verunsichern. Aber wenn es dann nur ‚Problemchen’ sind………..

*************************

Jetzt aber: Kennen wir uns aus Erlangen 2009/2010? Du müsstest
jetzt ca. 45 sein, ein Prototyp für Marfan? Wenn ich richtig liege hat sich die
Thematik bei Dir doch über Jahre abgezeichnet (bzw. aufgebaut). Du fragst ‚Wie
lange kann das gut gehen’. Diejenigen die daran hops gegangen sind können es
dir nun nicht mehr sagen. Es hängt eben stark von den Umständen ab. Abhängig
vom Zustand des eigenen Bindegewebes kann die Zunahme unterschiedlich schnell
gehen – wenn es denn überhaupt eine Zunahme gibt. Nicht zu vergessen der
Lebensstil.
Du hörst dich verunsichert an, gibt es eine
Änderung/Verschlechterung? Was sagen die Ärzte – oder sind das die ‚völkischen
Mistbeobachterratten’?
Eine Antwort wird die keiner geben können, auch nicht in wie
vielen Schritten die OPs erfolgen müssen. Kommt auch auf die Einschätzung der
Chirurgen an: sehe derzeit in Deutschland nur 3 Kliniken die man da empfehlen
könnte: (welche sind das wohl – ich mache keine Werbung und bin auch nicht das
Sprachrohr der Marfan Hilfe)

Wie die Lost Gringos immer schon sagten: Du hast nur 6 oder 7
Reinkarnationen in Deinem Leben (zumeist ist nur eine davon mit Marfan, die
meisten anderen ist man ein Insekt).

Muß jetzt wieder auf Streife.

adminmarfan
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Beitrag von adminmarfan » 17 Aug 2015 00:40

[quote='seltener-gast','index.php?page=Thread&postID=4184#post4184']Eine Antwort wird die keiner geben können, auch nicht in wie
vielen Schritten die OPs erfolgen müssen. Kommt auch auf die Einschätzung der
Chirurgen an: sehe derzeit in Deutschland nur 3 Kliniken die man da empfehlen
könnte: (welche sind das wohl – ich mache keine Werbung und bin auch nicht das
Sprachrohr der Marfan Hilfe)
[/quote]Hallo,
könntest du mir deine Einschätzung zu den 3 Kliniken per PN senden, wenn du sie hier nicht senden willst?
Gruß,
Tristan

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Beitrag von adminmarfan » 17 Aug 2015 00:40

Wir sprechen hier, über eine bestehende abst. Diss. (seit 1.10.14). Seitdem Medikamente: Amlodipin, Ramipril, klar und Carvedilol, LOL 6,25, 2xtäglich. Amlodipin 1x.

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